AKTUELL:

In meinem Haus
Günter Eichberger

In meinem Haus

Regie: Alfred Haidacher

Termine:

Sonntag 19.04.2026 17 Uhr
Mittwoch 22.04.2026 20 Uhr
Donnerstag 23.04.2026 20 Uhr
Freitag 24.04.2026 20 Uhr
Samstag 25.04.2026 20 Uhr
» KARTENRESERVIERUNG

Mit: Tamara Belic, Alfred Haidacher, Leo Weingerl
Bühne: Alfred Haidacher
Kostüme: Eva Weutz
Technik: Ilias Mouaddib

Der starke Erfolg im Herbst 2025 hat das TiK bewogen, Eichbergers bei uns uraufgeführtes Stück wieder in den Spielplan zu hieven.

   Da werden drei Texte Eichbergers zu einem Ganzen verwoben, das (fast ein wenig in der Tradition des Sommerthemas, aber natürlich mit starkem Fokus auf der literarisch-künstlerischen Durchdringung der zugrunde liegenden Gedanken) an das Grundthema des Sommerstückes erinnert. Geht es doch, buchstäblich möchte man betonen, um das Aneinander-Vorbeireden, um das nebeneinander existieren, ohne wirkliche Wahrnehmung des Gegenübers. Von der ersten Begegnung von Mann und Frau, bis zum aneinander vorbei existieren im gemeinsamen (meinem) Haus des Titels spannt sich ein Bogen, der literarisch klug, tiefgründig, aber auch nicht ohne Humor (ein wichtiger Bestandteil des Eichbergerschen Werkes, der beim oft vertrackten Vorgehen des Autors gern übersehen wird). Am Ende eines (des ersten?) Treffens, das schon nahezu wahrnehmungslos, wenn auch alles andere als wortlos verläuft, fallen etwa die schönen Sätze: „Manchmal ist mir, als hörte ich eine Stimme, die ihre sein könnte. Denn an ihre Stimme kann ich mich nicht wirklich erinnern. Ich könnte auf Ungesagtes antworten. Das wäre eine Unterhaltung, der ich etwas abgewinnen könnte.“

„Ein Abend in einem Spiegelkabinett gleichsam. Denn Eichberger zeigt uns durch seine Figurenanordnung, woran die Gesellschaft krankt: daran, viel zu reden, aber nichts zu sagen; daran, nur noch verbale Selbstbefriedigung zu betreiben; daran, Wortmüll abzusondern. Jeder hockt in seiner (Sprech-)Blase und bläst zum Einsamkeits-Halali! […] Der trockne Wortwitz von Eichberger trägt das Stück gut durch alle drei Akte. […] Die Realitäten verschieben sich, Zeit und Raum auch. […] Die Selbstgespräche werden surrealer, unterfüttert von Angst, Schuld und Sühne. Ein Stück, das die Sprache verschlägt. Nur einem zum Glück nicht: Günter Eichberger.

Bernd Melichar in der „Kleinen Zeitung“

„Als altgedienter Avantgardist aus dem Dunstkreis des Forum Stadtpark zeigt der Autor einmal mehr, dass er die Tradition des absurden Theaters nicht nur fortsetzt, sondern neu auflädt: Und das klingt keineswegs retro, sondern lebendig, sprachverspielt und nahezu jugendlich subversiv. Altersmilde kann man dem Ü60-jährigen Autor also eher nicht attestieren. Eine gelungene Versuchsanordnung, in der das Theater sich selbst seziert. Sehenswert!“

Sigrun Karre, kuma.at

© 2026 Theater im Keller / Graz • Impressum