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Aquarium Evald Flisar

Aquarium

Regie: Alexander Kropsch

Premiere: 21.03.2018

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mit: Katrin Ebner, Alfred Haidacher, Werner Halbedl,
        Christian Krall, Petra Pauritsch, Bernd Sracnik,
        Eva Weutz

Technik: Peter Spall

Kostüme: Eva Weutz

„Casablanca repräsentiert eine Art Zwischenraum, ein Wartezimmer, ein Fegefeuer.“, beschreibt Konrad die Bedeutung des gleichnamigen Films und gleichzeitig auch seine momentane Situation sehr treffend, denn die Hauptfigur in Evald Flisars Stück „Aquarium“ scheint kein Interesse mehr an den Vorgängen in der Welt zu haben. Nach einer beachtlichen Karriere als Journalist und einer weniger ruhmreichen Zeit als Chefredakteur einer führenden Zeitung verbringt Konrad seine Frühpension damit sich zu Hause zu betrinken und Casablanca anzusehen. Auf dieser “Insel der Seligen“ versucht er seine Ehe- und Familienprobleme zu vergessen, was ihm jedoch nicht gelingt, da er immer wieder Besuch von seinen Verwandten bekommt. Er kann seine Eheprobleme mit Luzi gerade noch verdrängen, aber die Neuigkeiten, die er von seinem alten Schulfreund Kilian erfährt, sind unmöglich zu ignorieren.

„Aquarium“ setzt sich mit fehlgeschlagenen und pervertierten menschlichen Verhältnissen auseinander. Es zeigt Menschen, die in einer oberflächlichen, schnelllebigen und brutalen Welt überleben wollen und sich verschiedene Strategien zurechtgelegt haben wie Isolation, Zynismus oder Betrug. Authentizität oder emotionale Nähe scheinen nicht möglich zu sein.

Das Stück zeichnet sich durch viele scharfzüngige und entlarvende Dialoge aus. Vor allem Konrad hält seinen Mitmenschen immer den Spiegel vor und weist sie auf ihre Schwächen hin. Auch die Sprache unterstreicht, dass die Figuren zu keiner richtigen Zuneigung und Anteilnahme fähig sind. Manche versuchen es zwar, aber sie scheitern zumeist an einer Mauer aus Zynismus.

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