GESCHICHTE

Das Theater im Keller / Die Spielvögel in Graz

 

1. Gründung

1.1 Vorgeschichte

Die Geschichte des Theaters im Keller ist nicht bloß jene der Theatergruppe Die Spielvögel, sie ist zugleich ein bedeutender Teil der Entstehungsgeschichte des Kellertheaters in Österreich. Diese im bundesdeutschen Raum als „Zimmertheater" bekannte Kleinstform der Kammerspiele entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, zum Teil aus purem Raummangel, größtenteils jedoch infolge eines Begriffswandels beim nicht-professionellen Theater und den sich daraus entwickelnden spezifischen Anforderungen an Stücke wie Spieler. In der Steiermark wurde bereits im Oktober 1945 mit dem Aufbau der Grazer Laienspiele begonnen, einer musterhaften Spielgruppe, deren Leiter, Ingobert Wampera, als Kulturreferent der österreichischen Jugendbewegung das erste österreichische Spielgruppentreffen nach Kriegsende zu Pfingsten 1946 in Graz veranstaltete.

 

Folgenreicher erwies sich die im selben Jahr vorgenommene Wiederbestellung von Volksbildungsreferenten, deren Aufgabe während der Ersten Republik in der Gemeinschafts- und Kulturpflege, somit auch in jener des Laienspielwesens bestanden hatte. Durch die Berufung des ehemaligen Laienspielers Franz Maria Kapfhammer zum Volksbildungsreferenten für Steiermark erhielt das Laienspielwesen in diesem Bundesland schon früh eine nicht bloß offizielle, sondern auch engagierte Förderung. Kapfhammer versammelte 1947 - es gab damals in der Steiermark über vierhundert Laientheater - die an Kulturarbeit Interessierten in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, zu deren Mittelpunkt die Arbeitsgemeinschaft für Laienspiel und Laientheater wurde.

 

Im September 1948 lud diese neue Einrichtung zu einer Volkskunstwoche ins Mathildenheim bei St. Stefan ob Leoben, während der man sich besonders der Klärung von Begriffen widmete. „Laienspiel ist vor allem für die Spieler da, zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit durch Spielführung (Enthemmung oder Vertiefung) und Beschäftigung mit zeitnahen Themen, erst in zweiter Linie für die Zuschauergemeinde, die weitgehend in das Spiel einbezogen werden soll (spielend oder zumindest durch äußere Mittel), muß gemeinschaftsfördernd, Bekenntnisspiel (im weiten Sinn) und ohne Bühne aufzuführen sein. (...) Jene Bühnen, die wohl noch das Berufstheater mit unzulänglichen Mitteln nachahmten, sich aber nun zu einer gewissen Erneuerung, zu Gediegenheit entschlossen, immer mehr dem Echten zustrebten, Spiele mit zeitgemäßeren Inhalten wählten, deren Spielleitung sich dem Laienspielgedanken annäherte, die auch die Gemeinschaftspflege außerhalb der Spielproben (...) in ihre Arbeit einbezogen, wollte man künftig als Laientheater bezeichnen." (Harald Kopp, Österreichisches Spielwesen von 1945 bis 1955 in Begegnungen und Wirkungen)

 

Diese neue Spielform sollte besonders gefördert werden, weshalb im April 1949 der Absolvent des Max-Reinhardt-Seminars Harald Kopp als hauptamtlich Zuständiger für Spielbelange im Volksbildungsreferat berufen wurde. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern, unter denen auf Ingobert Wampera hingewiesen sei, begann er nun jene planmäßige Aufbauarbeit, welche die Steiermark zum Zentrum der österreichischen Laienspielbewegung werden ließ. Von besonderer Bedeutung war dabei der von Harald Kopp errichtete Steirische Bühnenverlag, der im Juni 1950 erstmals an die Öffentlichkeit trat. Damals veranstaltetet die bereits im Dezember 1948 unter der Obhut von Richard Szerelmes gegründete bundesstaatliche Arbeitsgemeinschaft für das österreichische Laienspielwesen im obersteirischen Graschnitz die gesamtösterreichische Tagung ‚Laienspiel und Liebhaberbühne‘. Hier wurden nicht nur die steirischen Begriffsbestimmungen von 1948 in ihren Inhalten für ganz Österreich übernommen, man ermöglichte es auch dem Steirischen Bühnenverlag und der dahinterstehenden Arbeitsgemeinschaft für Laienspiel und Laientheater, die Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet auszudehnen. Der Verlag, der damit eine Art Monopolstellung auf dem Laienspielsektor innehatte, setzte sich mit österreichischen Spielautoren sowie mit in- und ausländischen Verlagen in Verbindung, sodaß er bald ein breites Spektrum an brauchbaren und in genügender Anzahl vorhandenen Textbüchern anbieten konnte. Die preiswerte Gestaltung sowie ein Vertrag mit der Staatlich genehmigten Gesellschaft für Autoren, Komponisten und Musikverleger (AKM) löste das für Laienspielgruppen wichtige Tantiemenproblem, die gemeinsam mit der Abteilung 7 des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung erarbeiteten gesetzlichen Richtlinien für das Laienspiel und Laientheater in der Steiermark klärten die gesetzliche Lage. Dazu kam die systematisch betriebene Ausbildung von Laienspielern und Spielleitern im Rahmen von sogenannten Laientheater-Wochenendtreffen und Steirischen Laientheaterwochen sowie Beratungen an den verschiedenen Spielorten selbst, wobei sogar Gesamteinstudierungen durchgeführt wurden. Am erfolgreichsten gestaltete sich die Spieltext-Beratung, die im Oktober 1950 mit 254 Beratungen begann, sich jedoch rasch steigerte, sodaß man etwa im Monat November des Jahres 1955 bereits 1.417 derartige Beratungen durchführte.

 


1.2 Gründung der „Spielvögel"

 

Schließlich startete die Arbeitsgemeinschaft für Laienspiel und Laientheater eine für den eigentlichen Gegenstand dieser Arbeit namengebende, gesamtösterreichische Fachzeitschrift: der Spielvogel (Graz), 1951/52-1970/71, fortgesetzt als Spiel-Report (Graz), 1971/72.

Ein halbes Jahr später, und zwar am 21. September 1951, wurde die Theatergruppe Die Spielvögel gegründet, welche sich in ihrem Untertitel als Kleine Probenkammer der steirischen Jugend definierte.

Aus den Erfahrungen der bisherigen Arbeit hat es sich als notwendig erwiesen, eine eigene Spielgruppe zu schaffen, die die Möglichkeiten heutigen Spielens an praktischen Beispielen erprobt und zeigt. Diese Arbeit übernimmt nun eine Gemeinschaft junger Menschen; sie nennen sich „Spielvögel". Sie stehen unter der Obhut des Bundesstaatlichen Volksbildungsreferenten für Steiermark (...) und des steirischen Landesjugendreferenten (...) und unter der Leitung von Ing. Harald Kopp und Ingobert Wampera. Warum nennen die „Spielvögel" ihr Unternehmen „Probenkammer der steirischen Jugend"? Es soll nicht bloß die Stammgruppe der „Spielvögel" zu Wort kommen (die jeweils durch Spieler verschiedener Jugendorganisationen und Schulen ergänzt wird), sondern auch geschlossene Jugendgemeinschaften, Schulen oder Spielgruppen, die den neuen Weg beschreiten wollen, können im „Studio" (...) als „Gastspieler" auftreten. Dabei sollen die Namen der einzelnen Spieler nicht genannt werden, da es nur auf die Arbeit der Gemeinschaft ankommt. Es soll im wahrsten Sinne des Wortes ‚probiert‘ werden; im Laienspiel macht die ‚Probe‘ die eigentliche Spielarbeit und Spielfreude aus. (Rundschreiben des Bundesstaatlichen Volksbildungsreferenten und der Arbeitsgemeinschaft für Laienspiel und Laientheater, Graz, September 1951, entnommen der Chronik der Spielvögel, derzeit am Franz Nabl Institut für Literaturforschung an der Universität Graz).



1.3 Die ersten Jahre (1951 – 1954)


Am 1. Dezember 1951 startete die Gruppe mit der österreichischen Erstaufführung von Walter Bauers ‚Das Unauslöschliche‘ im Festsaal des Landesschülerheimes V, Grenadiergasse 14. Doch schon nach der ersten Spielsaison wurde die Theatergruppe heimatlos, weshalb sie im darauffolgenden Jahr nur außerhalb von Graz auftreten konnte. In dieser Situation erlebten die Spielvögel ihren großen Durchbruch bei der 4. Internationalen Waldecker Laienspielwoche in Korbach, 21. bis 25. Mai 1952: Es war dies seit Kriegsende der erste Auftritt einer österreichischen Theatergruppe im Ausland.

Nachdem man während der 3. Spielsaison im Heim der SPÖ, Mehlplatz 1/I, Unterschlupf gefunden hatte, erfuhren die Spielvögel am Ende dieser Spielzeit endlich ihre erste große Würdigung in Österreich. Anläßlich der Sommerspiele in Graz wurde in der Woche des Schauspiels, 28. August bis 5. September 1954, das eben mit dem Rosegger-Preis ausgezeichnete Stück „Der Rattenfänger" des Steirers Julius Franz Schütz im Hof des Schlosses Eggenberg uraufgeführt. Dafür hatte der Regisseur Harald Kopp außer den Spielvögeln noch sieben andere Laienspielgruppen gewonnen, sodaß neben den zweiunddreißig Schauspielern an die hundert Komparsen aufgeboten werden konnten. Fast zur gleichen Zeit wurde die Arbeitsgemeinschaft für Laienspiel und Laientheater neu organisiert, wobei nunmehr der Volksbildungs- und der Landesjugendreferent gemeinsam den Vorstand bildeten. Dies ermöglichte den Spielvögeln, in die bereits bestehende, vom Landesjugendreferat durchgeführte Veranstaltungsreihe der donnerstäglichen Jugend-Diskussionsabende einzusteigen. Mit einer Wiederholung von Hellmuth Himmels „Der Uhrenmord" wurde am 18. November 1954 die jetzt als Donnerstag-Spielabende fortgesetzte Veranstaltungsreihe neu eröffnet. Als Programm formulierte man: „Erprobung neuer Texte und deren ,Zurechtspielen' für andere Gruppen, Spielleiterschulung durch Aussprachen nach den Aufführungen, Regievorführungen bei Tagungen und Kursen, durch Vermittlung von Arbeitserfahrungen, Einbeziehung von Spielleitern anderer Gruppen als Spieler und Hilfe bei anderen Gruppen selbst. Aufzeigen neuer Möglichkeiten durch Erprobung der Grenzen des Laienspiels und Laientheaters, durch Aufführungen von Werken österreichischer Autoren im Ausland, Hörspielumarbeitungen und Versuche an ,alten' Texten für heutige Verhältnisse, durch Bühnenbild- und Kostümexperimente. Weitergabe der Erfahrungen über die ‚Materialstelle für das österreichische Laienspielwesen' (siehe weiter unten), die Zeitschrift ,Der Spielvogel', Werkbuch-Veröffentlichungen, Vorträge, Ausstellungen und Kurse. Repräsentative Vertretung des österreichischen Spielwesens bei internationalen Spiel- und Festwochen im In- und Ausland, Beispielaufführungen bei Tagungen und anderen Veranstaltungen in verschiedenen Bundesländern sowie durch Gastspiele. Erprobung neuer Wege in moderner Jugendpflege und Gemeinschaftsformung." (aus: 15 Jahre Die Spielvögel, Graz, o. J.)



1.4 Die Jahre im Heimatsaal (1954 – 1959)


Mit dieser Neuerung erhielten die Spielvögel und ihre Gastgruppen - ausgenommen die 9. Spielsaison, in der man stets auswärts gastierte - auch eine ständige Spielstätte im Heimatsaal, Paulustorgasse 13/I. Eine Veränderung des organisatorischen Rahmens erfolgte im Oktober 1958, als auf dem vierten gesamtösterreichischen Spielberatertreffen in Graz die Arbeitsgemeinschaft für Laienspiel und Laientheater beauftragt wurde, eine Materialstelle für das österreichische Laienspielwesen einzurichten. Diese neue, in vielem als Nachfolgeorganisation fungierende Einrichtung nannte sich im Untertitel Verlag „Spiel und Fest", welcher seinerseits eine Fortsetzung des Steirischen Bühnenverlags darstellte. Mit der Leitung dieser seit Dezember 1958 funktionierenden Materialstelle wurden Harald Kopp und Ingobert Wampera betraut, welchen für ihre bisherige Tätigkeit auf dem Laienspielsektor am 19. Dezember 1958 durch das Bundesministerium für Unterricht der Förderungspreis für Volksbildung verliehen wurde. Die Erfahrungen aus der langjährigen Spieltätigkeit führten aber auch zu inhaltlichen Änderungen, welche vor allem in der Forderung nach einer geeigneten Bühne gipfelten.



2. Das erste „Theater im Keller" in der Merangasse (1959 – 1971)


2. 1 Merangasse 51


Der seit Herbst 1959 in der Merangasse 51 ansässige Verlag „Spiel und Fest" stellte schließlich seine Kellerräume zur Verfügung, welche in zweimonatiger Arbeit zu einem Theater umgebaut wurden. Dieser sogenannte Studio-Keller bestand aus zwei Räumen mit insgesamt 88 Quadratmetern, hatte 48 Sitz- und 2 Stehplätze sowie eine aus einem beweglichen Podest bestehende Bühne. Dazu kam noch ein in der Franckstraße 36 gemieteter Probenraum, den man bis 1970 innehatte. Am 21. Feber 1963 nahmen die Spielvögel nach einer kleinen Einleitungsrede vom damaligen Landesrat Hanns Koren mit der Grazer Erstaufführung von Slawomir Mrozeks „Die Polizei" den Spielbetrieb im selbstverwalteten Studio-Keller auf. Gleichzeitig änderte man die Zielvorgaben; während nunmehr auf die Erprobung neuer Wege in moderner Jugendpflege und Gemeinschaftsformung verzichtet wurde, erhielten die aus den Donnerstag-Spielabenden übernommenen Aufgabenstellungen auch eine wesentliche Erweiterung: „Bewußte Pflege des ,Spiels in den Grenzräumen', Heimstätte für ,Das Kleine Welttheater', also Aufführung von Werken hierzulande unbekannter Autoren oder unbekannter Werke eingeführter Dramatiker, bei besonderer Berücksichtigung junger österreichischer Autoren und Einbeziehung der Dramatik möglichst verschiedener Länder. Möglichkeit der eigenen Erprobung für den Bühnennachwuchs. Stärkere Auseinandersetzung mit Stil- und Form-Problemen auf künstlerischer Basis. Sozial- und Kulturkritik durch die Aufführungen eines eigenen Kabarett-Ensembles, das jährlich zwei neue Programme herausbringt und im In- und Ausland gastiert: Die Tellerwäscher (Leitung: Harald Kopp)." (aus: 15 Jahre Die Spielvögel)



2.2 Zögerlicher Beginn einer „Professionalisierung"

 

Diese neue Programmatik kam einem Austritt aus der Tradition der Laienspielbewegung gleich. Der Verzicht auf das Laboratorium für alle Laienspielformen, wie Rudolf Mirbt die Spielvögel bislang zu charakterisieren pflegte, zugunsten des Kleinen Welttheaters der Amateurbühne zeichnete jenen Weg vor, dem die Spielvögel bis heute gefolgt sind. Trotz dieser inhaltlichen Festlegung sollte sich im organisatorischen Bereich noch so manches ändern. Zunächst führte eine am 23. März 1967 in Graz abgehaltene vorkonstituierende Hauptversammlung zur Gründung eines Bundesverbandes für Schulspiel, Jugendspiel und Amateurtheater - man beachte auch hier die Abrückung vom Terminus ,Laientheater' - welcher als juristische Person in Form eines Vereins die Vertretung des österreichischen Amateurspielwesens übernahm. Mit Beginn der 19. Spielsaison, November 1969, führten die Spielvögel eine Umbenennung des Studio-Kellers in Theater im Keller durch. Aber schon im Juli 1970 war das vorläufige Ende für dieses Theater gekommen.

Harald Kopp, der im Herbst 1969 eine eigene Bühne, die ,Grazer Komödie', gegründet hatte und sich in der Folge von seiner Tätigkeit bei den Spielvögeln immer mehr zurückziehen mußte, verkaufte seinen Verlag „Spiel und Fest" an den Dr. Heinrich Buchner Verlag in Krailling bei München. Abgesehen davon, daß damit der unmittelbare Zugang zu einem breiten Textbücherangebot verlorenging, entstanden auch Probleme bezüglich der Theaterräumlichkeiten. Deren neuerliche Kommissionierung, die durch den Auszug des Verlags notwendig geworden war, führte zu baupolizeilichen Auflagen (z. B. Schaffung sanitärer Anlagen), an deren Realisierung das Theater im Keller scheiterte. Doch die Theatergruppe selbst bewies Durchhaltevermögen und präsentierte sich nunmehr als Verein Die Spielvögel, welcher am 18. Juni von der Polizei genehmigt, am 8. Juli 1970 konstituiert wurde. Der Verein bezweckt die Pflege des Theaterspieles und zwar auf Amateurbasis. Der Verein verfolgt gemeinnützige Zwecke, ein Gewinn soll daher nicht erzielt werden, Überschüsse müssen zur Erreichung des Vereinszweckes (z. B. Bespielen und Erprobung von Texten, Bühnenbilder, Kostümen, technischen Anlagen, für Tantiemen, sonstigen Aufwand usw.) verwendet werden. (Paragraph 2 der ungedruckten – damaligen – Statuten des Vereines Die Spielvögel-Theater im Keller)

 

2.3 Die Landesspielberatung und die Spielvögel


In dieser neuen Organisationsform spielte man bis April 1971 in der Merangasse weiter. Schließlich wurden über Initiative des eben gegründeten Landesverbandes für Schulspiel, Jugendspiel und Amateurtheater in der Steiermark und des Landesjugendreferats neue Räumlichkeiten aufgetrieben, mit deren Leitung der erste hauptamtliche Spielberater Österreichs, Ingobert Wampera, mit deren Administration jedoch die Spielvögel betraut wurden.



3. Übergang: Theater im Keller in der Mondscheingasse (1972)


Am 13. April 1972 eröffnete man das neue Theater im Keller, Mondscheingasse 9, mit der österreichischen Erstaufführung von Armand Gattis ,Weißer Rose'. Die Programmatik blieb im wesentlichen dieselbe, lediglich das Kabarett-Ensemble Die Tellerwäscher schied aus und trat fortan unabhängig von den Spielvögeln auf: dafür wurde der Gedanke, Gastgruppen auftreten zu lassen, wiederbelebt. Außer den „Spielvögeln" werden nun in Zukunft auch andere qualifizierte steirische Spielgruppen die Möglichkeit erhalten, sich einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Dadurch kann ein ständiger Einblick in die Arbeit der steirischen Schulspiel, Jugendspiel- und Amateurtheatergruppen vermittelt werden, wobei das Suchen nach experimentellen, neuen Wegen stets im Mittelpunkt stehen soll. In ständiger Zusammenarbeit mit dem Seminar für Schulspiel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst wird es auch stets Zentrum der Lehrgangstätigkeit sein. (Presseerklärung der Spielvögel, Graz, im April 1972, aus dem Besitz von Günther Bauer)



4 Das Theater im Keller in der Münzgrabenstraße 35 (seit 1973)


4.1 Die ersten Jahre (1973 – 1980)


Nachdem sich jedoch günstigere Räumlichkeiten gefunden hatten, wurde Anfang 1973 ein neues Theater im Keller, kurz TiK genannt, in der Münzgrabenstraße 35 eingerichtet, wo es sich auch heute noch befindet. Diese Räume, vermutlich eine Glockengießerei, die später in eine Weinkellerei umfunktioniert worden war, sollten ursprünglich der Hochschule für Musik und darstellende Kunst als Studio dienen, wurden aber später dem Landesverband für Schulspiel, Jugendspiel und Amateurtheater in der Steiermark angeboten, welcher als Mieter auftrat, die Administration jedoch wieder den Spielvögeln übertrug.

 

Am 15. März 1973 eröffneten die Spielvögel mit einer Wiederholung von Leopold von Reinbecks „Salongesprächen" ihr neues Theater im Keller. Die für die Mondscheingasse entworfenen neuen Aufgabenstellungen wurden in leicht modifizierter Form weitergeführt. So traten in-, aber auch ausländische Gastgruppen auf, die Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und darstellende Kunst wurde mit der Studienrichtung Regie durchgeführt, eine Kooperation, für die wohl die in den Ostblockstaaten übliche Zusammenarbeit der Amateurtheater mit professionellen Theaterleuten Pate stand. Nachdem man einen 1973 von den Vereinigten Bühnen der Stadt Graz gemieteten Probenraum in der Bürgergasse 68 aufgeben mußte, weil ihn die Gewerkschaft usurpierte, gelang es ein Jahr später, 1979, einen Probenraum im Haus des Theaters im Keller zu beschaffen. Bemerkenswert ist, daß der sechzig Sitzplätze zählende Theaterraum, der bei einer entsprechenden Gestaltung jedoch bis zu hundert Personen Platz bietet, in den siebziger Jahren mit einer beachtlichen technischen Ausstattung (Beleuchtung und Ton) versehen wurde. Dies war aber weder unter dem Gesichtspunkt des Avantgardistischen, noch unter dem einer Konkurrenz zum professionellen Theater zu sehen. „Auf keinen Fall ist es Aufgabe der Spielvögel, ausschließlich Avantgarde zu spielen, das ist Aufgabe der Probebühne des Grazer Schauspielhauses. Die Spielvögel haben auch in Zukunft in erster Linie im Sinne ihrer oben definierten Aufgabenstellung und Wirkungsweise weiterhin die Probenkammer des Amateurtheaters der Steiermark zu sein." (aus: 25 Jahre „Spielvögel", in: TiK [Programmheft], Albert Camus. Das Mißverständnis. Graz 1976).



4.2 Im Kleinbühnenkonzept des BmfUK/Finanzielle Krise (1980)


Mit der am 1. Oktober 1980 erfolgten Aufnahme des Theaters im Keller/Die Spielvögel - so die jetzige offizielle Bezeichnung - ins Kleinbühnenkonzept des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst kam es zu einer neuerlichen Zäsur in der Geschichte dieser Theatergruppe. Dies führte einerseits zu einer organisatorischen Mehrbelastung, da nunmehr durch zehn Monate hindurch sechzehn Vorstellungen oder Proben je Monat durchgeführt werden müssen, andererseits auch zu einer finanziellen Krise. Zwar erhielt man nun vom Bund dreimal jährlich 45.000 Schilling, doch mit dem zugleich notwendig gewordenen Ausscheiden aus dem Landesverband für Schulspiel, Jugendspiel und Amateurtheater in der Steiermark reduzierten sich die Subventionen durch das Land Steiermark, aber auch durch die Stadt Graz, drastisch. Nach einer im Feber 1981 durchgeführten Kampagne (Unterschriftenaktion ,Das TiK soll nicht sterben!', Gründung eines ,Fritz-Holzer-Fonds' durch den gleichnamigen Schauspieler usw.) wurde die finanzielle Misere durch Land und Stadt etwas entschärft, doch stellte die Finanzierung nach wie vor einen kritischen Punkt dar.

Trotz der schwierigen finanziellen Situation versuchte der seit Mitte der 70er-Jahre im Amt befindliche Obmann Norbert Hainschek weiterhin, die darstellerische und inszenatorische Qualität zu heben.

Er arbeitete mit jungen, begabten Regisseuren, die schon zuvor bei den Spielvögeln gearbeitet hatten, wie Gogo (d. i.: Paul-Heinz) Nachtmann oder holte den engagierten Pädagogen Hansjörg Bader ans TiK. Besonders wichtig wurde das ehemalige Mitglied des Dreierdirektoriums des Grazer Schauspielhauses, der Lehrer an einem Grazer Gymnasium und spätere Literaturchef im Landesstudio Steiermark, Heinz Hartwig.



4.3 Auf dem Weg zur Professionalisierung; Teil 1 (1980 – 1992)


Gemeinsam erreichten Hartwig und Hainschek, Nachtmann, Bader, die unermüdlich für die Buchhaltung und in vielen anderen Bereichen tätige Lisl Slippek und ihre Mitstreiter nicht nur eine gelungene Balance zwischen Avantgarde und dem „kleinen Welttheater" im Spielplan, es gelang ihnen durch behutsame Förderung junger Talente auch, die darstellerische Qualität parallel zur programmatischen deutlich anzuheben. Dies schlug sich schließlich auch in gesteigerten Ansprüchen nieder, die von nun an von Rezensenten und Publikum dem Theater im Keller entgegengebracht wurden.

Mit dem Zuschauererfolg in den 80er Jahren (das Theater im Keller war zu diesem Zeitpunkt noch immer konkurrenzlos in seiner Art in Graz) konsolidierte sich auch die finanzielle Lage notdürftig. Dies war allerdings auch das Resultat radikalen Sparens.

So sollte zum Beispiel noch im Jahr 1985 eine ganze Inszenierung mit Bühnenbild, Drucksorten, Bewerbung, vier Schauspielern, einem Regisseur, einem Techniker, einer Kostümbildnerin und einer technischen Hilfskraft, aber exklusive Tantiemenzahlungen nicht mehr als 15.000.- kosten, und es löste eine mittlere Finankrise aus, als die gesamte Arbeit dann knapp über 21.000.- kostete.

Dies Beispiel mag die Selbstausbeutung illustrieren, die in den 80er-Jahren am Theater im Keller der Normalfall wurde. Schauspieler, Schauspielschüler, Regisseure und junge Leute, die all das selbst werden wollten arbeiteten gemeinsam mit einem harten Kern „übriggebliebener" Alt-Spielvögel an der Grenze des Zumutbaren. Ein Zustand, der sich heute, bei weiter gesteigerter Aktivität, lediglich gemildert, aber keinesfalls dem Ideal auch nur angenähert hat.

Damals stiegen die Probenzeiten auf bis zu acht Stunden täglich (geprobt wurde auch am Wochende) und die Gesamtvorbereitungszeit einer Inszenierung auf bis zu drei Monate (zumindest für die Regisseure) täglichen Probens.

Es kam zu Grazer Erstaufführungen, Uraufführungen oder deutschsprachigen Erstaufführungen von Felix Mitterer, Gabor Görgey, David Hare, Reinhard P. Gruber, Fred Strohmaier, Wolfgang Bauer, Alfred Paul Schmidt, Slawomir Mrozek, Herwig Kaiser, Jean Cocteau, Paul Ernst und vielen anderen.

Als in einer ehemaligen Motoradwerkstätte im zweiten Hinterhof der Münzgrabenstraße 35 neue Probenräumlichkeiten eröffnet wurden, adaptierte sie Landesspielberater und TiK-Gründervater Ingo Wampera für sein Taschentheater, in dem junge und sehr junge Darsteller sich erstmals vor einem kleinen Publikum (bis zu 25/30 Personen) bewähren konnten. Die Serie „Taschentheater" lief parallel zur offiziellen TiK-Programmschiene und erweiterte das Jahresprogramm während der nur einjährigen Laufzeit des Projektes nicht unbeträchtlich (1983).

Zäh wurde hinter den Kulissen aber weiterhin um eine finanzielle Besserstellung des TiK gerungen, aus dessen Personalfundus sich die in den späten 80er- und dann vor allem in den 90er-Jahren entstehenden neuen freien Grazer Theater eifrig bedienten.



4.4 Auf dem Weg zur Professionalisierung; Teil 2 (1992 – 1999)


1992 verspricht die Stadt Graz eine signifikante Erhöhung der Unterstützung für das Theater im Keller. Ab der Spielzeit 1992/93 werden nach 39 Jahren kontinuierlicher Arbeit erstmals Aufwandsentschädigungen (von etwa 5.000.- pro Schauspieler und Produktion) für die Mitarbeiter möglich.

Als jedoch die Gebietskrankenkasse die Anmeldung aller Schauspieler (oft über 50 pro Jahr) fordert, wird eine eigene Lohnbuchhaltung nötig und das Geld wieder knapp. Während bis zum Jahr 2000 die Unterstützung der Stadt auf 1.200.000.- pro Jahr steigt (Sonderförderung für Projekte nicht eingerechnet) und auch der Bund (erstmals seit 19 Jahren im Jahr 1999) seine Subvention erhöht (zwischen 1999 und 2001 immerhin um 100%), sinkt die Unterstützung des Landes unter dem Kulturreferenten DDr. Peter Schachner-Blazizek von 400.000.- auf 340.000.-.

Die passable Einnahmenentwicklung bei einer kontinuierlichen Auslastung von 70 bis knapp 90% in den Jahren 1992 bis 1998 ermöglicht aber einen weiteren Ausbau der technischen Möglichkeiten und die Feier „25 Jahre TiK in der Münzgrabenstr. 35" bringt 1998 eine Sonderunterstützung der Stadt Graz für die wichtigsten baulichen Sanierungsmaßnahmen ein.

Neben der positiven finanziellen Entwicklung gibt es auch vermehrte Bemühungen, die professionelle Basis der Arbeit am TiK zu verbreitern. Nach dem Abgang von Heinz Hartwig ans Landesstudio Steiermark wird Alfred Haidacher, ein Schauspieler und Regisseur, der seit 1981 am TiK mitarbeitet zu Norbert Hainscheks künstlerischem Mitarbeiter. Gemeinsam beginnen sie, jungen, begabten Mitarbeitern eine unentgeltliche Ausbildung am TiK selbst zu ermöglichen und mehr und mehr erfolgreiche Diplomprüfungen vor der Paritätischen Prüfungskommission für den Bühnenberuf in Wien folgen.

Leider sind einige der Ausgebildeten nach dem Ende der Ausbildung nicht mehr für das TiK verfügbar, da es dem Theater im Keller nach wie vor unmöglich ist, auch nur in die Nähe eines kollektivvertraglichen Mindestlohnes für Schauspieler zu gelangen.

Beim Abwerben der Talente tut sich das Grazer Next Liberty besonders unrühmlich hervor, das sich mit Hilfe einiger zwar unter- aber immer noch besser als im Kellertheater bezahlter Abgeworbener einen billigen Start verschafft. Andererseits kommt kaum ein Theater in der entstehenden freien Grazer Theaterszene ohne TiK-Leute aus. So gehören und gehörten alle gegenwärtigen Mitarbeiter von Steinbauer & Dobrowski, einige der gegenwärtig am Next Liberty beschäftigten Schauspieler, der Leiter und die künstlerische Sekretärin des TaO, forum stadtpark theater-Regisseur Ernst M. Binder, 80% des Ensembles der Kinder- und Jugendbühne/Graz, zwei der ständigen Mitglieder des Theaters im Bahnhof und viele an anderen freien Theatern Beschäftigte dem Ensemble des Theaters im Keller an (Stand August 2001).

Programmatisch wird zunächst die von Heinz Hartwig mitbestimmte Linie einer Balance zwischen kleinem Welttheater und der Präsentation des neuen und unbekannten Theaters fortgesetzt, wobei sich die Gewichte in den 90ern zunehmend dahingehend verschieben, die Versäumnisse der Spielpläne des Grazer Schauspielhauses unter Marc Günther ein wenig auszugleichen.



4.5 Das Projekt „Unbekannte Nachbarn" (1999 – 2003)


Gleich nach Bekanntwerden der Tatsache, daß Graz 2003 alleinige Kulturhauptstadt Europas werden wird, konzipieren Alfred Haidacher und Norbert Hainschek das Projekt „Unbekannte Nachbarn", das die Spielplangestaltung des TiK endgültig in Richtung Präsentation der unbekannten, neuen Gegenwartsdramatik verschiebt.

Damit setzt man auch einen Kontrapunkt zur mehr und mehr einsetzenden „Vervolkstheaterung" der Grazer Theaterszene, in der grundsätzlich jede Arbeit (sei es Klassiker, Selbstentwickeltes oder sogenanntes Avantgardistisches) in Richtung Komödie gedrängt zu werden beginnt.

Im bisher ambitioniertesten Projekt des TiK werden die Nachbarländer Slowenien, Ungarn und Italien auf ihr dramatisches Potential erforscht, die entdeckten Stücke übersetzt und im Theater im Keller als vollgültige Aufführungsserien präsentiert. Allein im Zeitraum Herbst 1999 bis Frühjahr 2001 werden im TiK acht Stücke aus Slowenien, Kroatien und Ungarn übersetzt, besetzt, inszeniert und präsentiert - dies alles zusätzlich zum normalen Spielplan. Bei allen diesen Werken handelt es sich um deutschsprachige Erstaufführungen, im Falle der ungarischen Lyrikerin und Dramatikerin Vera Filo gar um eine Uraufführung.

Während es den Grazer Kulturchefredakteuren (sieht man von der seit über einem Jahrzehnt am TiK im Vorstand und als Regisseurin und Schauspielerin mitarbeitenden Eva Schäffer, von der im Jahr 2001 eingestellten „Neuen Zeit", ab) herzlich egal ist, daß in ihrer Heimat so populäre Autoren wie Zoltan Egressy (sein Film „Portugal" hat in Ungarn eine Popularität, die hierzulande mit der von „Indien" oder „Hinterholz 8" vergleichbar ist), Vera Filó, Zsolt Pozsgai, Dane Zajc, Evald Flisar und ein weit über die Grenzen seines Landes hinaus bekannter Peter Esterházy hier deutschsprachige Erstaufführungen und Uraufführungen ihrer Werke erleben, ihre Premieren besuchen und durch die Bank begeistert sind, ist das Publikum zunächst vorsichtig, dann aber zunehmend interessiert. Gibt es auch aufgrund der radikalen Präsentation von Unbekanntem einen gewissen Publikumsrückgang, so gelingt es doch, daß das bunte, absurde, hektische Radikaldrama „Doktor Tulpe" von Vera Filó eine Auslastung von knapp 80% erzielt, der dunkel-lyrische, schwermütige „Scheiterhaufen" eines Dane Zajc immerhin 70% und die Erstaufführung einer Neuübersetzung des kroatischen Shakespeare Marin Drzic „Der Geizige" knapp 100% Publikumsauslastung erreicht.

Als der parallel zu diesem Forschungsprojekt konzipierte, grenzübergreifende Dramatikerwettbewerb „Unbekannte Nachbarn" ins offizielle Programm von Graz 2003 aufgenommen wird und auch dessen Finanzierung sichergestellt wird, erreicht das Projekt endgültig eine Dimension, die bei einem so kleinen Theater wie dem TiK die Kapazitäten zu sprengen droht, hat man doch in den Spielzeiten 1999/2000 und 2000/2001 insgesamt siebzehn Produktionen zur Aufführung gebracht und es auch geschafft, im überregionalen Feuilleton wahrgenommen zu werden. Einer positiven Erwähnung der Turrini-Inszenierung „Der tollste Tag" in „Theater heute" folgt eine größere und sehr positive Berichterstattung über das „Nachbarn-Projekt" in „Theater der Zeit" (Berlin 12/2000) und die große, ungarische Theaterfachzeitschrift „Szinhaz" bringt gar eine eineinhalbseitige Rezension der Ezterházy-Premiere in der Spielzeit 2000/2001.


Im Jahr 2003 werden dann die Siegerstücke des grenzübergreifenden Dramatikerwettbewerbes sehr erfolgreich (Giovanni Clementi, „Taktik der Katze"; Dragica Potocnjak, „Der Lärm, den die Tiere machen, ist unerträglich"; Laszlo Baranyai, „Auf und davon"). Schon im Herbst 2003 widmet sich das TiK mit der Grazer Erstaufführung von Wolfgang Bauers „Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?" einem großen Grazer Autor, der im Zuge des Projektes der Kulturhauptstadt Europas ein wenig vergessen worden war. Es werden aber auch weiterhin Stücke aus dem Bereich Italien/Slowenien/Ungarn gebracht. Im Frühjahr 2005 erlebt das TiK eine große Umstrukturierung. Der Obmann Norbert Hainschek, der das Theater gut 30 Jahre geleitet hat, zieht sich ganz in die interne, dramaturgische Arbeit zurück und ein neuer, verjüngter und erweiterter Vorstand übernimmt das Ruder. Ab jetzt widmet man sich wieder – ohne die geknüpften Kontakte zu vernachlässigen – vordringlich den österreichischen AutorInnen. Gleichzeitig öffnet sich das Tik für Kooperationen und erreicht so eine Verdoppelung sowohl der Vorstellungsanzahl als auch der Besucherzahl. Mit dem Stück „Nora Nora" (Evald Flisar) wird man nach Kranj zur internationalen Woche des slowenischen Theaters 2006 eingeladen. Die dortige Leistung zeitigt großen Erfolg und führt dazu, daß das TiK in der amerikanischen Gesamtausgabe von Evald Flisars Werken, die bei Texture Press in New York erscheint, gleich mehrmals exemplarisch erwähnt wird. Im Jahr 2007 ergibt sich nach einer Zusammenarbeit mit dem Grazer Autor Martin G. Wanko („Hormonie") die Chance, einen Autor als „artist in residence" am TiK zu beschäftigen, der eine Theaterserie aus vier Folgen direkt fürs TiK verfasst, die ab Jänner 2008 zur Aufführung gebracht wird.


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